Die Grund-Versicherung der Krankenkasse
Dieser Text ist in Leichter Sprache geschrieben.
Was ist die Grund-Versicherung?
In der Schweiz müssen alle Menschen eine Grund-Versicherung haben.
So will es das Gesetz.
Vielleicht müssen Sie einmal zum Arzt oder ins Spital gehen.
Dann übernimmt die Grund-Versicherung einen Teil der medizinischen Kosten.
Einen Teil müssen Sie selbst bezahlen.
Die Krankenkasse bietet die Grund-Versicherung an.
In der Schweiz gibt es viele Krankenkassen.
Sie können die Krankenkasse selbst wählen.
Wichtig: Eine Krankenkasse darf Sie nicht ablehnen.
Dieselben Leistungen
Alle Krankenkassen übernehmen dieselben Leistungen:
- Besuch in der Arzt-Praxis
- Medikamente mit ärztlichem Rezept
- Behandlungen im Spital
- Leistungen für Schwangerschaft
Diese Leistungen kosten überall gleich viel.
Egal, welche Krankenkasse Sie haben.
Aber: Die Prämien sind unterschiedlich hoch.
Wer bezahlt die Kosten?
Sie brauchen eine ärztliche Behandlung.
Dann bezahlen Sie zuerst die ersten Kosten.
Und zwar, bis die Franchise erreicht ist.
Die Krankenkasse zahlt dann die restlichen Kosten.
So geht es jedes Jahr.
Was müssen Sie bezahlen?
Die Behandlungen und Medikamente kosten viel.
Deshalb müssen Sie sich an den Kosten beteiligen.
1. Die Prämie
Sie zahlen der Krankenkasse jeden Monat eine Prämie.
Beispiel
Sie haben eine Prämie von 500 Franken.
Diesen Betrag zahlen Sie jeden Monat.
Auch wenn Sie gesund sind und nicht zum Arzt gehen.
Mit diesem Beitrag sind Sie versichert.
Verdienen Sie wenig?
Verlangen Sie eine Prämien-Verbilligung.
So zahlen Sie weniger.
Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach.
Hier nachlesen: Sparen bei der Krankenkasse
2. Die Franchise
Die Franchise ist eine Limite mit einem festen Betrag.
Diesen Betrag müssen Sie jedes Jahr selbst bezahlen.
Sie zahlen aber nur, wenn Sie eine Behandlung brauchen.
Also wenn Sie krank werden.
Und wenn Sie die Franchise abbezahlt haben?
Dann übernimmt die Krankenkasse die Kosten.
Sie zahlen dann nur noch den Selbst-Behalt.
Beispiel
Sie haben eine Franchise von 500 Franken.
Sie zahlen die ersten Rechnungen bis zu 500 Franken selbst.
Sie können die Franchise selbst wählen.
Zum Beispiel 500, 1000 oder 2500 Franken.
Welche Franchise wählen?
Je höher die Franchise, desto niedriger die Prämie!
Sie haben eine hohe Franchise.
Dann zahlen Sie einen grossen Teil selbst.
Deshalb ist die Prämie tiefer.
Je niedriger die Franchise, desto höher die Prämie.
Sie haben eine niedrige Franchise.
Dann übernimmt die Krankenkasse mehr.
Deshalb ist die Prämie höher.
3. Der Selbstbehalt
Sie haben die Franchise abbezahlt.
Jetzt müssen Sie wieder zum Arzt oder in die Apotheke gehen.
Dann müssen Sie noch 10 % selbst übernehmen.
Aber: Es gibt eine Grenze.
Sie zahlen pro Jahr maximal 700 Franken Selbstbehalt.
Beispiel
Frau Meier hat eine Franchise von 500 Franken.
Eine Arzt-Rechnung kostet 700 Franken.
Frau Meier zahlt die ersten 500 Franken.
Es bleiben noch 200 Franken zu zahlen.
Davon zahlt Frau Meier noch 10 %.
Den Rest übernimmt dann die Krankenkasse.
4. Die Spital-Kosten
Stellen Sie sich vor: Sie müssen ins Spital gehen.
Dann zahlen Sie 15 Franken pro Spital-Tag.
Zusammengefasst
| Das zahlen Sie | Wann |
|---|---|
| Die Prämie |
Jeden Monat. Auch wenn Sie gesund sind und keine Behandlung brauchen. |
| Die Franchise |
Wenn Sie eine Behandlung brauchen. Aber nur bis zu einer bestimmten Limite. Die Franchise beginnt jedes Jahr bei null. |
| Der Selbst-Behalt |
Wenn Sie die Franchise abbezahlt haben. Sie bezahlen dann 10 % der Kosten. Aber auch hier gibt es eine Limite: Maximal 700 Franken pro Jahr. |
| Der Spital-Beitrag |
Wenn Sie im Spital übernachten. Es sind 15 Franken pro Tag. |
Die verschiedenen Modelle
Bei der Grund-Versicherung gibt es verschiedene Modelle.
Sie können Ihr Modell frei wählen.
Jedes Modell hat andere Regeln.
Beim Basis-Modell sind die Prämien teurer.
Dafür können Sie den Arzt frei wählen.
Es gibt aber auch günstigere Modelle.
Dafür haben diese Modelle mehr Regeln.
Was tun Sie, wenn Sie eine Behandlung brauchen?
Das Modell bestimmt, wen Sie zuerst kontaktieren müssen.
Das sind die Modelle und die Regeln:
PRAXIS-Modell
Sie müssen immer zuerst in Ihre Arzt-Praxis gehen.
Vielleicht brauchen Sie einen Facharzt.
Dann überweist Ihr Hausarzt Sie an eine Fachärztin.
Modell TEL_DIG
Sie kontaktieren immer zuerst den Telmed-Anbieter.
Das ist eine Art medizinische Telefon-Zentrale.
Tel Dig bedeutet telefonisch oder digital:
- am Telefon
- mit einer App
- oder online
Jemand vom Telmed-Anbieter sagt Ihnen, was Sie als Nächstes tun müssen.
PHARM-Modell
Sie gehen immer zuerst in die Apotheke.
Die Apothekerin oder der Apotheker hilft Ihnen.
Vielleicht brauchen Sie einen Arzt.
Dann überweist die Apothekerin Sie an einen Arzt.
Modell FLEX
Hier haben Sie mehrere Anlauf-Stellen zur Auswahl:
Zum Beispiel einen Hausarzt und ein Telemedizin-Zentrum.
Zusammengefasst
Alle Modelle übernehmen die gleichen Behandlungen.
Die Behandlungen sind gleich.
Nur der Erst-Kontakt ist anders.
Und die Prämien sind unterschiedlich hoch.
Möchten Sie Prämien sparen?
Lesen Sie den Text Sparen bei der Krankenkasse.
Möchten Sie die Krankenkasse wechseln?
Lesen Sie den Text Wechsel der Krankenkasse.