Wie bin ich mit der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) versichert?

Die obligatorische Krankenpflegeversicherung gewährleistet eine umfassende medizinische Grundversorgung für alle. Der Leistungsumfang umfasst namentlich:

  • die ambulante Behandlung durch ÄrztInnen und ChiropraktorInnen sowie ärztlich verordnete Leistungen durch bestimmte Gesundheitsfachpersonen (PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen, Pflegefachpersonen, LogopädInnen, ErnährungsberaterInnen, NeuropsychologInnen);
    • die von ÄrztInnen und ChiropraktorInnen verordneten Medikamente, wenn sie in der Spezialitätenliste oder der Arzneimittelliste mit Tarif aufgeführt sind. Oder zu bestellen beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL), Vertrieb Bundespublikationen; Bestellnummer 316.930 / 316.925;
    • die von ÄrztInnen und ChiropraktorInnen verordneten Analysen, die in der Analysenliste enthalten sind.
  • die Behandlung und den Aufenthalt in der allgemeinen Abteilung der Spitäler, welche auf der Spitalliste des Wohnkantons oder jener des Standortkantons aufgeführt sind. In Spitälern, die nicht auf der Spitalliste des Wohnkantons aufgeführt sind, wird die Vergütung durch Versicherer und Wohnkanton höchstens in der Höhe übernommen, wie sie für die betreffende Behandlung in einem Listenspital des Wohnkantons gilt, ausser die Behandlung im ausserkantonalen Spital erfolgt aus medizinischen Gründen oder in Notfällen;
  • einen Beitrag an Untersuchungen, Behandlungen und Pflegemassnahmen, welche aufgrund eines ausgewiesenen Pflegebedarfs auf ärztliche Anordnung zu Hause (Spitex) und in Pflegeheimen erbracht werden;
  • Massnahmen der medizinischen Rehabilitation;
  • die Kosten einer Geburt, wenn diese von ÄrztInnen oder Hebammen begleitet wird. Zudem werden 8 Kontrollen, davon 7 während und 1 nach der Schwangerschaft (inklusive 2 Ultraschalluntersuchungen) und ein Teil der Kosten von Stillberatungen und Geburtsvorbereitungskursen übernommen. Ebenso die Betreuung durch eine Hebamme in Form von Hausbesuchen in den ersten 56 Tagen nach der Geburt. Bei Bedarf können zusätzliche Besuche nach dem 56. Tag übernommen werden, sofern sie ärztlich verordnet sind.
  • bestimmte Präventionsmassnahmen (z.B. verschiedene Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen, Mammographie);
  • die Zahnbehandlung, wenn eine schwere, nicht vermeidbare Erkrankung des Kausystems vorliegt sowie im Zusammenhang mit einer bestimmten schweren Allgemeinerkrankung, wenn sie zur Unterstützung und Sicherstellung der ärztlichen Behandlung notwendig ist;
    • die Kosten von ärztlich verordneten Mitteln und Gegenständen wie Bandagen, Stützverbänden, Inhalations- und Atemtherapiegeräte, Inkontinenzhilfen etc., die in der Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL) aufgeführt sind, werden bis zu einem bestimmten Höchstbetrag vergütet. Oder zu bestellen beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL),Vertrieb Bundespublikationen; Bestellnummer 316.940;
  • einen Beitrag an die Kosten von ärztlich verordneten Brillengläsern und Kontaktlinsen, die infolge einer Krankheit wie beispielsweise krankheitsbedingte Refraktionsänderungen, Anpassungen nach Operationen oder Hornhauterkrankungen notwendig sind;
  • einen Beitrag von Fr. 180.-- pro Jahr an die Kosten von ärztlich verordneten Brillengläsern und Kontaktlinsen für Kinder bis zum vollendeten 18. Altersjahr;
  • einen Beitrag von 50% bis zu einem Maximalbetrag von Fr. 500.-- im Kalenderjahr an die Kosten von medizinisch indizierten Transporten sowie von 50% bis zu einem Maximalbetrag von Fr. 5000.-- im Kalenderjahr an die Kosten von Rettungen in der Schweiz;
  • einen Beitrag von Fr. 10.- pro Tag während 21 Tagen im Kalenderjahr an die Kosten von ärztlich angeordneten Badekuren in anerkannten Heilbädern;
  • die psychotherapeutische Behandlung, wenn sie von PsychiaterInnen oder von PsychologInnen in einer ärztlichen Praxis, auf ärztliche Anweisung und unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt wird, in einem bestimmten Rahmen und unter bestimmten Voraussetzungen ;
    • die Notfallbehandlungen im Ausland (ausser EU-/EFTA-Länder). Der Versicherer übernimmt höchstens den doppelten Betrag der Kosten, die er vergüten würde, wenn die Behandlung in der Schweiz stattgefunden hätte. Im Fall von stationären Behandlungen bedeutet dies, dass er höchstens 90% der Kosten übernimmt, die diese Hospitalisation in der Schweiz kosten würde (Grund: bei Spitalbehandlungen in der Schweiz übernehmen die Kantone einen Anteil von mindestens 55% der Kosten, was bei Hospitalisationen im Ausland nicht der Fall ist). Während eines vorübergehenden Aufenthaltes in EU-/ EFTA-Ländern besteht gegen Vorweisung der europäischen Krankenversicherungskarte Anspruch auf alle Sachleistungen, die sich unter Berücksichtigung der Art der Leistungen und der voraussichtlichen Aufenthaltsdauer als medizinisch notwendig erweisen. Es werden die gleichen Leistungen wie für die im Aufenthaltsstaat versicherten Personen übernommen.
  • die komplementärmedizinischen Behandlungen der Akupunktur, der Anthroposophischen Medizin, der Arzneimitteltherapie der Traditionellen Chinesischen Medizin, der Ärztlichen Klassischen Homöopathie und der Phytotherapie, wenn sie von einem Arzt oder einer Ärztin mit einer anerkannten Weiterbildung in der entsprechenden Disziplin erbracht werden:
  • die Behandlung bei Unfällen im gleichen Rahmen wie im Falle einer Krankheit, soweit für Unfälle keine andere Versicherung aufkommt (namentlich obligatorische Unfallversicherung gemäss UVG)

Hotline

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